Hai-Spezial


Spüren Riechen 6. Sinn Augen


Der sechste Sinn -
Lorenzinische Ampullen

Muskeln werden durch schwache elektrische Impulse gereizt. Das ist bei allen Lebewesen so. Haie können diese schwachen Ströme registrieren und präzise lokalisieren und zwar offensichtlich über große Entfernungen. Haie haben den "sechsten Sinn": die Lorenzinischen Ampullen. Das sind winzige, gallertgefüllte Kanälchen, die mit Nerven versehen sind, die auf elektrische Stimulationen reagieren.

Foto: Jeremy Stafford-Deitsch

Dieses Organ ist über die Schnauzenregion, den Unterkiefer und um die Augen verteilt und an der Hautoberfläche als dunkle Porenöffnungen zu erkennen.
Im Meerwasser entstehen schwache elektrische Felder auf die unterschiedlichste Weise. Jedes Lebewesen erzeugt bioelektrische Felder durch Muskelaktivität. Aber auch metallische Gegenstände wie Büchsen, Kabel und Boote erzeugen durch galvanische Reaktionen im Meerwasser schwache elektrische Felder.

Die elektrischen Felder von im Wasser liegenden oder treibenden metallischen Gegenständen können bei Haien zu einem Fehlverhalten führen. Dass zum Beispiel in den Mägen mancher Haiarten Konservenbüchsen, Nummernschilder und andere metallische Objekte gefunden werden, sind Zeichen dafür, dass man einen Hai auch sozusagen "an der Nase herumführen" kann. Die Tiere interpretierten die Signale der Lorenzinischen Ampullen falsch.

Ihren sensiblen "sechsten" Sinn setzen Haie nicht nur zum Aufspüren von Nahrung sondern auch zur Orientierung bei ihren mitunter weiten "Reisen" durch die Ozeane ein.

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