Spüren
Riechen
6. Sinn
Augen
Der sechste Sinn -
Lorenzinische Ampullen
Muskeln werden durch schwache elektrische Impulse gereizt. Das ist bei
allen Lebewesen so. Haie können diese schwachen Ströme registrieren
und präzise lokalisieren und zwar offensichtlich über große Entfernungen.
Haie haben den "sechsten Sinn": die Lorenzinischen Ampullen.
Das sind winzige, gallertgefüllte Kanälchen, die mit Nerven versehen
sind, die auf elektrische Stimulationen reagieren.
Dieses Organ ist über die Schnauzenregion,
den Unterkiefer und um die Augen verteilt und an der Hautoberfläche
als dunkle Porenöffnungen zu erkennen.
Im Meerwasser entstehen schwache elektrische Felder auf die unterschiedlichste
Weise. Jedes Lebewesen erzeugt bioelektrische Felder durch Muskelaktivität.
Aber auch metallische Gegenstände wie Büchsen, Kabel und Boote erzeugen
durch galvanische Reaktionen im Meerwasser schwache elektrische Felder.
Die elektrischen Felder von im Wasser liegenden oder treibenden metallischen
Gegenständen können bei Haien zu einem Fehlverhalten führen. Dass zum
Beispiel in den Mägen mancher Haiarten Konservenbüchsen, Nummernschilder
und andere metallische Objekte gefunden werden, sind Zeichen dafür,
dass man einen Hai auch sozusagen "an der Nase herumführen"
kann. Die Tiere interpretierten die Signale der Lorenzinischen Ampullen
falsch.
Ihren sensiblen "sechsten" Sinn setzen Haie nicht nur zum
Aufspüren von Nahrung sondern auch zur Orientierung bei ihren mitunter
weiten "Reisen" durch die Ozeane ein.
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